Some thoughts on the Integral Community – Einige Gedanken zur Integralen Gemeinschaft

(Die deutsche Version ist unten.)

I have watched this within me, and I am watching this again and again in people who are new to the Integral Community/ Movement (although I think it is none of this in reality, yet) and whom I have seen come and go…

In the beginning there is this great magic of „falling in love“. Everything is great, a sense of homecoming… I have finally met my tribe! …and a sense of enthusiasm and passion… Wow, what can all of us create together? Let’s change the World!

Then there is the great disappointment, the falling-out-of-love: people in the so-called Integral Circles don’t seem to be as enlightened or integrated as we thought they would (or should) be (and of course we forget that that is true for ourselves as well). Oh, probably they are not REALLY integral – they must be green or orange or red or whatever color comes to mind… And/or we experience that others call US not integral (worst of all GREEN ;-))…

And we feel all of this is not kind at all – which is often correct! We also see how people place judgments on others, and of course we so clearly see their shadows. We get hurt and disappointed… like in every real relationship… As Ken Wilber often reminds us: To be at an Integral stage doesn’t mean that we are good, one can be at an Integral stage and still be an assh…

But besides the real assh… of the world (integral or not)… what for me was really hard to get my heart, mind and soul around were all those people – GOOD people, BRILLIANT and LOVING people who can turn into assh… within seconds when some buttons are pushed or triggers are pulled… And of course Integral Theory can explain all this, but this doesn’t make it go away…

What I really had to learn was how to give myself wholeheartedly while still be discerning. See and enjoy all the greatness and goodness and love that is there, and also see (and forgive – without being naive) the dark, hidden corners. And to know when it is good to speak up (for the sake of the ALL), and when it is better to care to myself and wait for a better moment…

And then at some point – like in every real relationship – the question comes up: stay or leave??? It is not an easy question… and noone can tell what another person needs to do at that point… We all have boundaries, and when we hit one, quitting might be the most compassionate and wise thing to do… First of all, we need to be true to ourselves, our needs, our boundaries… AND those boundaries can and will change over time, especially when we really keep doing our homework (Integral Life Practice and all that good and juicy stuff)…

And then there comes a point in our lives (I believe for each and everyone of us) where we are asked to stay and do the WORK! WORK with our own shadow issues (instead of asking others to deal with theirs) to become a more integrated person that is not so likely to be triggered, that can stay steady in the storms of life, WORK with our own sense of connectedness, first and foremost to ourselves and then on the Inside of the Inside to the others, WORK with our own capacities, competencies and skills – to develop skillful means – and WORK with each other, creating and experimenting with new structures and cultures (going where no human has been before) and co-creating something new…

This journey, of course, is not always fun! It is more like an initiation leading through the dark forrest into the underworld where we have to tame the dragon until we finally can come back with the water of life and start giving it to the world… And it is okay to be scared sometimes… And as Alia who was in my small group in todays Leadership Call put it: Love and passion are not enough! We need to develop our strength, and learn the needed skills as well.

For this, we need to remember that there is more at stake than the survival of our own ego. As Ken reminded us on the Call today, WE as Humanity are facing global problems that we have no solution for, yet, and that might as well destroy humanity and much of the wondrous life on this beautiful planet. So, for the sake of the ALL and for ALL-OF-US, let’s get over our hurt! Let’s learn to keep our hearts open and to love through the pain! Let’s keep going and start co-creating the world we want to live in. Our Unique Gifts are needed in the World! So let’s start giving! ♥

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Ich habe das in mir beobachtet, und ich beobachte das immer wieder in Menschen, die neu in der Integralen Gemeinschaft/ Bewegung sind (obwohl ich nicht glaube, dass das in Wirklichkeit schon eine ist) und die ich kommen und gehen sah…

Am Anfang gibt es den großen Zauber des „Verliebt Seins“. Alles ist großartig, wie ein nach Hause kommen… Ich habe endlich meine Familie gefunden! …verbunden mit einem Gefühl von Enthusiasmus und Leidenschaft… Wow, was wir alles miteinander schaffen können… Lasst uns die Welt verändern!

Dann kommt die große Enttäuschung, das sich Ent-Lieben: Die Menschen in den sogenannten Integralen Kreisen scheinen doch nicht so erleuchtet oder integriert zu sein, wie wir dachten, dass sie seien (oder sein sollten)… Und natürlich vergessen wir, dass das für uns genauso gilt… Oh, vielleicht sind sie gar nicht WIRKLICH integral – sie müssen grün sein oder orange oder rot oder was immer uns für eine Farbe in den Sinn kommt… Und/oder wir machen die Erfahrung, dass andere UNS als nicht integral bezeichnen (am schlimmsten GRÜN ;-))…

Und wir haben das Gefühl, dass all das nicht so richtig freundlich ist – was ja oft stimmt! Wir sehen auch, wie Menschen Urteile über andere zum Besten geben, und natürlich sehen wir ihren Schatten so klar. Wir fühlen uns verletzt und enttäuscht… wie in jeder wirklichen Beziehung… Wie Ken Wilber uns oft erinnert: Auf einer integralen Stufe zu sein heißt nicht, dass man gut ist, man kann auf einer integralen Stufe sein und immer noch ein Ar…

Aber mal abgesehen von den wirklichen Ar… der Welt (integral oder nicht)… was für mich wirklich schwer war mit Herz, Verstand und Seele zu durchdringen, das waren all diese Menschen – GUTE Menschen, BRILLIANTE und LIEBENDE Menschen, die sich innerhalb von Sekunden in Ar…  verwandeln können, wenn bestimmte Knöpfe gedrückt oder Trigger gezogen werden… Und natürlich kann die Integrale Theorie das alles erklären, aber das lässt es nicht verschwinden…

Was ich wirklich lernen musste, war, wie ich mich selbst mit ganzem Herzen in etwas hineingeben kann und gleichzeitig meine Unterscheidungsfähigkeit behalte. All die Größe und Güte und Liebe zu sehen, die da ist, und gleichzeitig all die dunklen, versteckten Ecken zu sehen (und zu vergeben, ohne naiv zu sein). Und auch zu wissen, wann es gut ist meine Meinung zu sagen (zum Wohle des Ganzen), und wann es besser ist mich um mich selbst zu kümmern und einen besseren Moment abzuwarten.

Und an irgendeinem Punkt kommt – wie in jeder wirklichen Beziehung – die Frage auf: Bleiben oder Gehen? Das ist keine einfache Frage… und niemand kann einem anderen Menschen sagen, was dieser Mensch an diesem Punkt tun muss… Wir alle haben Grenzen, und wenn wir auf eine stoßen kann es das Weiseste und Mitfühlendste sein aufzugeben… Zunächst einmal müssen wir wahrhaftig mit uns, unseren Bedürfnissen, unseren Grenzen sein… UND diese Grenzen können und werden sich mit der Zeit verändern, besonders, wenn wir wirklich weiterhin unsere Hausaufgaben machen (eine Integrale Lebenspraxis und all diese guten, pikanten Dinge)…

Und dann kommt irgendwann ein Punkt in unserem Leben (ich glaube, für jeden einzelnen von uns), an dem wir aufgefordert sind zu bleiben und die ARBEIT zu tun! ARBEIT mit unseren eigenen Schatten-Themen (statt von anderen zu fordern, sie sollten ihre machen), um ein besser integrierter Mensch zu werden, der nicht mehr so einfach getriggert wird, der stabil in den Stürmen des Lebens stehen kann, ARBEIT mit unserem eigenen Gefühl der Verbundenheit, zunächst und zu allererst zu uns selbst und dann zum Innersten des Innersten der anderen, ARBEIT mit unseren eigenen Fähigkeiten, Fertigkeiten und Kompetenzen – um geschickte Mittel zu erlernen – und ARBEIT miteinander, um neue Strukturen und Kulturen zu kreieren und damit zu experimentieren (und dahin zu gehen, wo noch kein Mensch zuvor gewesen ist) und etwas Neues mitzugestalten…

Diese Reise ist natürlich nicht immer ein Spaß! Es ist mehr wie eine Initiation, die durch den dunklen Wald in die Unterwelt führt, wo wir den Drachen zähmen müssen, bis wir schließlich mit dem Wasser des Lebens zurückkehren dürfen und anfangen können es mit der Welt zu teilen… Und es ist okay, wenn wir dabei manchmal Angst haben… Und wie Alia, die in meiner Kleingruppe bei der Telefonkonferenz zum Thema Integrale Führung war, es sagte: Liebe und Leidenschaft sind nicht genug! Wir müssen auch unsere Stärke entwickeln und die benötigten Fertigkeiten erlernen.

Dafür sollten wir uns daran erinnern, dass mehr auf dem Spiel steht, als das Überleben unseres eigenen Egos. Wie Ken uns bei der Telefonkonferenz erinnert hat, stehen WIR als Menschheit vor globalen Problemen, für die wir bis jetzt keine Lösung haben, und die sehr wohl die Menschheit zerstören könnten oder gar all das wundersame Leben auf diesem schönen Planeten. Also, zum Wohle des Ganzen und von uns Allen: lasst uns unsere Verletzungen überwinden und anfangen durch den Schmerz hindurch zu lieben! Lasst uns dabei bleiben und anfangen die Welt mitzugestalten, in der wir leben wollen. Unsere Einzigartigen Geschenke werden in der Welt gebraucht! Also lasst uns anfangen sie zu geben! ♥

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